c.t.201
freies Theater Köln e.V.
Ampelmännchen

Ampelmännchen oder die herrlich sorglosen 90er

mit: Gabriele Maria Fischer, Barbara Gescher, Heidrun Grote, Hans Heller und Tomasso Tessitori

Ein c.t.201-Lesespiel in der Reihe "Umbrüche"

Premiere: 20. November 2014 im Kabarett Klüngelpütz

Genug vom Mauerfall?
Dann erleben Sie doch in zwei vergnüglichen Stunden mit, wie es weiterging! Denn die sorglosen 90er waren das erste und letzte Jahrzehnt der Nachkriegszeit, in dem wir so richtig Spaß haben konnten. Wie haben wir es genossen, die bleischweren Achtziger endlich abzuschütteln – mit ihren Öko-Ängsten (Tschernobyl! Waldsterben!), ihrer ewigen Raketenzählerei. Die Apartheid in Afrika ging zu Ende, Schroeder rüttelte noch an den Türen zum Kanzleramt und Bill Clinton ließ sich im Oval Office verwöhnen. "Das Jahrzehnt war kindisch und geschmacklos – und von einer Sorglosigkeit, die wir heute ganz schön vermissen." c.t. 201 möchte Euch und Sie mitnehmen auf eine Lesereise - witzig, spannend und voller Überraschungen! Es lesen von Günter Schabowski und Helmut Kohl über Umberto Eco und Mutter Theresa bis hin zu Harry Potter. Musikalisch reicht das Repertoire der fünf Schauspieler von den Scorpions über Techno bis Enya. Und weil die Lesespiele von c.t. 201 bekannt sind als ganzheitliche Sinneserfahrungen, lasst Euch / lassen Sie sich von den kulinarischen und haptischen Ideen überraschen!

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Theaternacht 2014

Shakespeare – wo?

ein c.t.201 Lesespiel zur Kölner Theaternacht 2014

Der ganze Shakespeare? Auf’m Theater? Gibt’s da auch Gedichte? Wer ist Shakespeare? Kann man den auch singen? Wie, ein ganzes Universum? – Freuen Sie sich auf ein c.t.201-Shakespeare-Lesespiel-Special im verwunschenen Rapunzelturmtreppenhaus.

www.theaternacht.de

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to boldly go

to boldly go

c.t.201 Lesespiel im Star Trek Universum

mit: Marina Barth, Gabriele Maria Fischer, Barbara Gescher, Heidrun Grote, Hans Heller, Sunga Weineck, Tomasso Tessitori, Britta Weyers

eine Produktion von c.t.201 im Rahmen von "Umbrüche"

PREMIERE: 10. Oktober 2013 in der Volkssternwarte Köln

Kirk, Pille und Mr. Spock nebst Uhura, Chekov, Sulu und Scotty – das war die erste Crew auf dem berühmten Starship Enterprise. In den 60ern hat der Zug zu den Sternen in Amerika zunächst nur mäßige Aufmerksamkeit erzeugt. Doch dann in den 80ern kam plötzlich der Boom. Und mit ihm weitere fünf Serien und 12 Kinofilme, der letzte erst vor wenigen Monaten. Noch nicht ganz 50 Jahre fliegen die Captains Kirk, Picard, Sisko, Janeway und Archer durch die Galaxis – und wir mit ihnen.
Folgen Sie dem Ensemble der c.t.201-Lesespiele und seinen Gästen, Marina Barth vom Kabarett Klüngelpütz und Britta Weyers, »to boldly go where no man has gone bevor«: Eine Sternenreise in der Volkssternwarte, ein Kurs auf der Sternenflottenakademie, Klingonisch für Anfänger und wieso ist Käpt’n Archer eigentlich so 'n Arsch? Vorkenntnisse sind reizvoll, aber nicht erforderlich… Uniformen dürfen, aber müssen nicht getragen werden.
Wir danken sehr herzlich der Volkssternwarte auf dem Kölner Schillergymnasium, die es uns ermöglicht, auch zu diesem Lesespiel wieder in passendes Ambiente einladen zu können!
»Faszinierend!«

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Wir sind wieder Wer

Wir sind wieder Wer

mit: Gabriele Maria Fischer, Barbara Gescher, Heidrun Grote und Hans Heller

c.t.201 Lesespiel im Rahmen von "Umbrüche"

PREMIERE: 30. Januar 2013 im Café Stern am Rathaus

Im Rahmen unserer Reihe "Umbrüche" beschäftigen wir uns im neuen Lesespiel mit der Adenauer-Ära. Der junge Hans H. kommt 1947 aus der Gefangenschaft zurück, lebt sich langsam wieder ein, studiert, knüpft Kontakte zur aktuellen Literaturszene, heiratet und gründet eine Familie. Während Conny Froboess 1951 die Badehose einpackt und Freddy Quinn sich 1956 daran erinnert, wie schön die Zeit war, begeistert Hans H. sich für das neue Grundgesetz und wetteifert mit Peter Rühmkorf und Klaus Rainer Röhl um die Gunst zweier schöner Schwestern... Und dann sind da noch der VW Käfer, der Petticoat, der Italienurlaub, der Käseigel - und der Toast Hawaii...

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Verschwörung in Rom

mit: Gabriele Maria Fischer (Konzept), Heidrun Grote, Sunga Weineck
Musik: Nageeb Gardizi, Auftakt Musikschule

c.t.201 Lesespiel im Rahmen des Literaturherbst Rhein-Erft

PREMIERE: 12. September 2012 im Löhrerhof Hürth

Bereits mit der Lesung »Bücher haben ihre Schicksale« zum Welttag des Buches 2010 zeigte c.t.201, dass man sich beim Ertasten eines Weges in die verschlungenen Pfade der Literatur auch mal an einem ungewöhnlichen ›roten Faden‹ entlang hangeln kann. Damals war es der Gedanke, wie Bücher »miteinander reden« – wie Autoren sich gegenseitig zitieren oder aufeinander beziehen.
Im neuen Lesespiel anlässlich des Literaturherbstes Rhein-Erft zum Thema »StadtgeschichteN« wird der ›rote Faden‹ die Karte von Rom sein, der die Schauspieler gemeinsam mit den Verschwörern verschiedener Jahrhunderte folgen: Cicero und Sallust berichten über die »Verschwörung des Catilina«; von Sueton über Shakespeare bis zu Brecht berichten die Autoren aller Zeiten über die Verschwörung zur Ermordung Caesars; und von den Prozessen um Galilo Galilei bis zu Dan Browns »illuminati« ist immer wieder der Vatikan Mittelpunkt mörderischer Verschwörungen um letzte Geheimnisse...
Die vorgetragenen Texte werden begleitet von Bildprojektionen und führen nicht nur geografisch, sondern auch historisch durch die Stadt, die man wohl zu Recht als ›Herz des Abendlandes‹ bezeichnen kann. Musikalisch wird der Abend gestaltet durch Nageeb Gardizi am Klavier.

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Ich sehe alles rosenrot

mit: Gabriele Maria Fischer (Konzept), Barbara Gescher (Musik), Heidrun Grote, Tomasso Tessitori, Sunga Weineck

im Rahmen von Aufbruch vor der Barbarei

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln
und das Ministeium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

PREMIERE:17. September 2010 in der studiobühneköln

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2010

Old Shatterhand, Winnetou, Hatatitla und Iltschi im Wilden Westen, Kara Ben Nemsi Effendi und Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah in der Wüste – wer erinnert sich nicht an die Jagd auf Grizzlybären oder Löwen, deren gutes Ende man mit der Taschenlampe unter der Bettdecke unbedingt herbeilesen musste?
Und dabei schienen die Aussichten für den Knaben, der in seiner Jugend als Kegeljunge herhalten musste, später Lehrer wurde und dann zunächst für einige Jahre im Zuchthaus verschwand, wirklich nicht gut. Nach großen Erfolgen zunächst als Kolportage- und dann als Abenteuerschriftsteller, geriet er ins Kreuzfeuer seiner Kritiker und führte jahrzehntelange gerichtliche Prozesse. Es war Arno Schmidt, der ihn schließlich als „letzten Großmystiker“ ‚adelte’ und auch die ‚seriöse’ Forschung entdeckte seine Bücher, insbesondere das symbolistisch-surreale Spätwerk. Seit über 100 Jahren gehört er zu den meistgelesenen Schriftstellern der Welt. Sein Werk wurde in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Die Weltauflage liegt bei mehr als 200 Millionen Bänden.
Carl Friedrich May starb am 30. März 1912 in Radebeul.
Ihm zu Ehren und den Zuschauern zur Freude führt c.t.201 ein neues Lesespiel mit Werken von und über Karl May auf – sehr unterhaltsam, witzig, gelegentlich tiefgründig; mit bekannten Zitaten und unbekannten Texten des Mannes, der eine zeitlang selbst zu glauben schien, er sei Old Shatterhand.

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Doktor Faustus

mit: Heidrun Grote, Tomasso Tessitori, Sunga Weineck
Musik und Dramaturgie: Barbara Gescher
Idee und Konzeption: Gabriele Maria Fischer

c.t.201 Lesespiel im Rahmen von Aufbruch vor der Barbarei

PREMIERE:21. Januar 2012 in der studiobühneköln

"Ich […] verfolge einen sehr alten Plan, der aber unterdessen gewachsen ist: eine Künstler-(Musiker-) und moderne Teufelsverschreibungsgeschichte«, so Thomas Mann an seinen Sohn Klaus, »kurzum das Thema der schlimmen Inspiration und Genialisierung, die mit dem Vom Teufel geholt Werden, d.h. mit der Paralyse endet."
Schon immer haben in der Arbeit von c.t.201 Musik und Licht eine wesentliche Rolle gespielt. Oft fanden die Produktionen sogar den Ausgangspunkt in der Musik, etwa bei der mit dem Theaterpreis 2002 ausgezeichneten Inszenierung »Die Sinfonien des Johannes Brahms« oder zuletzt bei »Parsifal« (Karfreitag 2008 und 2009). Nun kehren wir den Produktionsprozess komplett um und stellen damit auch unser Selbstverständnis in Bezug auf diese Theaterelemente radikal auf die Probe.
Der Altersroman Thomas Manns übertrifft all seine anderen Werke an Vielschichtigkeit, möglichen Lesarten und ineinander verwobenen Bedeutungsebenen: Nicht nur eine Version des mittelalterlichen Faust-Stoffes, sondern auch ein Roman über Musik, über Kunsttheorie, über Dichtung; ein Roman über den Geniegedanken, über Religion und Frömmigkeit; ein Roman über die Münchner Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts und über die Katastrophe des Nationalsozialismus – ein ›Epochen-Roman‹. Dieser Vielschichtigkeit kann eine Lesung mit ›normaler‹ Aufführungslänge naturgemäß nicht gerecht werden. Das c.t.201-Lesespiel präsentiert deshalb einen inhaltlichen Abriss und konzentriert sich dann auf den Aspekt der Musik unter Einbeziehung der Auseinandersetzung zwischen Thomas Mann und Arnold Schönberg. Damit ergänzt die Lesung quasi als ›dramaturgischer Anhang‹ die Produktion "12", die sich mit Leben und Werk Schönbergs auseinander setzt. Außerdem knüpft c.t.201 u.a. mit Texten von Goethe und Lasker-Schüler an frühere Beschäftigungen mit dem Faust-Stoff an.

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Das Kränzchen

mit: Gabriele Fischer, Barbara Gescher, Heidrun Grote, Christina Vayhinger

PREMIERE: 07. Dezember 2010 im Renaissance Hotel Köln

»Vorgestern war ich bis vier Uhr im Cafè und verschwendete die Nacht; wie mit einem Würfel spielte ich mit ihr. Gewann nichts. Ich muß mich manchmal betrinken oder herumirren oder andere Dinge oder Undinge.« – So Else Lasker-Schüler. Vielleicht hat sie mit ihrem Liebsten, Gottfried Benn, im Café gesessen oder im Kreise ihrer Künstlerfreunde Hof gehalten? Dass die Künstlerinnen in den Goldenen 20ern ihr Boheme-Leben genießen konnten, verdanken sie u.a. ihren Geschlechtsgenossinnen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts für ihre Rechte eintraten und unter denen insbesondere die Suffragetten der Jahrhundertwende einige Berühmtheit erlangten. Zeitgleich feiern jedoch auch Autorinnen Triumphe, die ganz traditionelle Frauenbilder vertreten: Else Urys NESTHÄKCHEN oder GRISELDIS und ihr Graf Harro in Hedwig Courths-Mahlers gleichnamigem Roman erfreuen sich allerhöchster Auflagen.
Nach dem großen Aufbruch der Frauen zu Beginn des Jahrhunderts, setzen sich ab den 30er Jahren in Deutschland zunehmend konservative Kräfte durch: Aus der österreichischen Zeitschrift DIE UNZUFRIEDENE, deren Credo lautete »Wenn die Frauen vorwärtskommen wollen, müssen auch sie unzufrieden sein«, wurde ab 1934 DAS KLEINE FRAUENBLATT, ein ›zahmer‹ Abklatsch der kämpferischen Vorläuferin.
In der neuen Lesespiel-Produktion von c.t.201 geht es um Frauenliteratur vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1945. Es geht um den mutigen und kämpferischen Aufbruch der Frauen, der von der ›Nazi-Barbarei‹ und dem zweiten Weltkrieg wieder grausam niedergeschlagen wird. Die Frauenliteratur dieser ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bietet schillernde Töne zwischen kämpferisch, romantisch, intellektuell und kitschig.
So vielseitig die Texte, so vielseitig auch die Orte, an denen sie gelesen werden: Wir bedanken uns sehr herzlich bei dem Kölner RENAISSANCE HOTEL, das für die besondere Stimmung der einzelnen Szenen jeweils die passenden Kulissen mit ganz spezieller Atmosphäre zur Verfügung gestellt hat.

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Habent sua fata libelli

mit: Gabriele Fischer, Heidrun Grote, Sunga Weineck

PREMIERE: 18. Februar 2010 in der Friedenskirche Köln

Bereits im letzten Buch der Bibel, der »Apokalypse« des Johannes, muss ein kleines Büchlein ein schlimmes Schicksal erleiden: Es wird verschlungen, aufgefressen auf göttlichen Befehl vom Seher Johannes. Umberto Eco lässt den Mönch Jorge von Burgos diese üble Tat wiederholen, der am Ende des »Namen der Rose« die vergiftete Schrift des Aristoteles auffrisst. Die Figur des Jorge von Burgos – eine Anspielung auf den argentinischen Autor Jorge Luis Borges und dessen Kurzgeschichte »Die Bibliothek von Babel«, die zugleich eine ganze Welt darstellt, in welcher der Besucher sich verliert…
Wieviel leichter haben es da Hermine, Ron und Harry in der Bibliothek von Hogwarts, wo die Bücher sanft über die Regalbretter schweben – auch wenn man hier gelegentlich ein schnappendes Monsterbuch mit einem Gürtel zähmen muss…
Das c.t.201 Lesespiel lädt Sie zu einer kleinen Rundreise durch die Welt der Bücher und Bibliotheken ein. Heidrun Grote und Sunga Weineck lesen Texte von der Bibel bis zu »Harry Potter«, von Elias Canetti bis zu Agatha Christie und »Tintenblut«.
»Überall suchte ich Ruhe«, schreibt Thomas von Kempen im 15. Jahrhundert, »und fand sie nirgends, außer in einer Ecke mit einem Buch.«
Welche Leseratte wollte dem – auch heute noch – widersprechen?

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Die Reden des Predigers

mit: Gabriele Fischer, Barbara Gescher, Heidrun Grote

PREMIERE: 19. Juni 2008, Friedenskirche, Köln Ehrenfeld

»Das unbiblischste der biblischen Bücher« (Kurt Marti)

»Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu Jerusalem. | Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. | Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne?« – Mit dieser ewig neu gestellten Frage beginnt der Qohelet-Text des Alten Testamentes. Dieses Jammertal Erde, in das wir hineingeworfen sind und in dem wir uns abplagen müssen Tag für Tag, Jahr um Jahr, ohne erkennen zu können, wozu das alles eigentlich gut sein soll.
Mit diesem kurzen Bibeltext, der alle entscheidenden Grundsatzfragen des menschlichen Lebens stellt, möchte c.t.201 seine neue Lesespiel-Reihe beginnen. Von der enttäuschenden Suche nach Weisheit, der vergeblichen ›Büchermacherei‹ geht hier die Rede; davon, dass es dem Weisen wie dem Narren, dem Reichen wie dem Armen, dem Gerechten wie dem Gottlosen ergeht; vom Haschen nach Wind... Am Ende muss der Mensch es gehen lassen, wie es Gott gefällt. Doch Gott hat für den Menschen gesorgt, ihm gilt es zu vertrauen, dann wird alles ein versöhnliches Ende nehmen:
»So gehe hin und iß dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Werk gefällt Gott. | Laß deine Kleider immer weiß sein und laß deinem Haupt Salbe nicht mangeln. | Brauche das Leben mit deinem Weibe, das du liebhast, solange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat, solange dein eitel Leben währt; denn das ist dein Teil im Leben und in deiner Arbeit, die du tust unter der Sonne.«
Aber wer ist eigentlich der Täter? Und wer das Opfer?
Dem gleichermaßen fatalistischen, verzweifelten und doch so humorvollen Text über das Leben und Sterben des Menschen nähern sich in einer Lesung mit Musik.

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